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Tomaten ausgeizen – aber richtig!

TomatenpflanzeDie Tomatenpflanze ist in nahezu jedem Nutzgarten zu finden. Selbst auf den kleinsten Balkonen ist sie häufig anzutreffen.  Das Nachtschattengewächs ist anspruchslos und pflegeleicht. Die Tomatenernte fällt oft üppig aus und die schmackhafte rote Frucht ist vielseitig verwendbar und sehr beliebt.

Die Pflanze braucht nicht viel. Gibt man ihr reichlich Wasser und ein wenig Dünger kann man ihr an Sommertagen fast beim Wachsen zuschauen. Gerade dann ist es wichtig die Tomatenpflanze richtig auszugeizen. Da beim Thema Ausgeizen oft Unsicherheit herrscht, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengestellt.

 

Was ist ausgeizen und warum ist das Ausgeizen wichtig?

Als „Ausgeizen“ bezeichnet man eine Pflegemaßnahme der Tomatenpflanze, bei der die Seitentriebe, die sogenannten „Geiztriebe“, entfernt werden. Dadurch wird ein gerader, aufrechter und schlanker Wuchs erzwungen. Wird die Pflanze nicht ausgegeizt, wird der Wuchs buschig. Der Haupttrieb wächst zur Seite. Kraft, Nährstoffe und Energie gehen in die Geiztriebe, statt in die Früchte. Durch das Ausgeizen erhalten Sie eine gerade, eintriebige Pflanze, die mehr und größere Früchte bildet.

 

Welche Tomaten werden ausgegeizt?

Nicht alle Tomatenpflanzen muss man ausgeizen. Das Ausgeizen ist eigentlich nur bei Stabtomaten angeraten, die für einen idealen Ertrag eintriebig an einer Rankhilfe wachsen sollten. Die Stabtomate ist jedoch die Art, die in deutschen Nutzgärten am häufigsten anzutreffen ist.

Bei Tomaten, die buschig wachsen sollen, verzichtet man auf das Ausgeizen. Dies bringt bei diesen Arten keinen Vorteil, sondern schadet ihnen in der Regel sogar. Zu den Arten, die man nicht ausgeizen sollte gehören:

 

  • Cocktailtomaten
  • Partytomaten
  • Buschtomaten
  • Hängetomaten
  • Wildtomaten

 

 

Wann soll man Tomaten ausgeizen?

Sobald die Tomatenpflanze ins Beet oder auf den Balkon gesetzt wird, sollte mit dem Ausgeizen begonnen werden. Wichtig ist, dass die Tomatenpflanze regelmäßig ausgegeizt wird. Man kann sie ruhig einmal wöchentlich auf Geiztrieben untersuchen und diese entfernen. Einstellen sollte man das Ausgeizen erst nach der Ernte. Grob gesagt wird die Tomatenpflanze also von Juni bis September ausgegeizt.

Für das Ausgeizen der Tomaten wählen sie idealerweise die frühen Morgenstunden eines warmen, trockenen und leicht windigen Tages. So ist die Gefahr, dass an der frischen Wunde Keime eintreten und sich Krankheiten bilden, am geringsten.

 

Anleitung zum Tomaten ausgeizen

  • Untersuchen Sie die Tomate von oben nach unten nach Geiztrieben. Achten Sie darauf diese nicht mit den Fruchttrieben zu verwechseln. Sie erkennen die Geiztriebe daran, dass sie zwischen Stamm und Blattstiel spriessen. Im Gegensatz dazu wachsen die Fruchtriebe unmittelbar aus dem Hauptrieb heraus.
  • Entfernen Sie die Geiztriebe, wenn sie etwas 3 cm lang sind, indem Sie diese mit den Fingernägeln abknipsen. Sind die Triebe schon etwas größer, brechen Sie diese einfach aus, indem Sie diese erst Richtung Blatt und dann Richtung Stamm brechen. Alternativ können Sie auch ein scharfes Messer verwenden, um die Triebe zu entfernen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile und die Experten sind sich nicht einig, welche besser geeignet ist. Entfernen Sie die Triebe aber möglichst dicht an der Blattachse.
  • Wenn beim Ausgeizen größere Wunden entstehen können Sie diese mit einen Tuch abtupfen oder mit etwas Holzkohlepulver bestäuben.

 

Tipp: Sie können die entfernten Geiztriebe als Stecklinge verwenden. Bei guten Bedingungen können Sie von den gezogenen Pflanzen noch in der gleichen Saison ernten.

 

Weitere Tipps für ihre Tomatenpflanzen

  • Tomatenpflanzen haben aufgrund ihrer großen Blattmasse einen hohen Wasserbedarf, gießen Sie daher regelmäßig und ausreichend.
  • Nasse Blätter trocknen schlecht aus und begünstigen eine Infektion mit Braunfäule. Gießen Sie Ihre Tomatenpflanzen deshalb immer von unten.
  • Ab Juni sollten die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden

 

Wenn Sie diese Tipps beachten, steht einer üppigen Ernte nicht viel im Weg. Schauen Sie sich auch unsere anderen Beiträge rund um das Thema Garten an.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre eigenen Erfahrungen, Fragen oder Tipps in die Kommentare schreiben.


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